5/38. Rheinische Stahlwerke, Eisenwerke Gelsenkirchen.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Schalker Verein,

Hochöfen 4,3,2,1


Das 1872 gegründete Hüttenwerk in Bulmke-Hüllen betrieb 1959 vier Hochöfen und war die größte Eisengiesserei Europas.
Die Hochöfen 1 und 2 waren 1959 und 1958 erbaut worden und waren mit einer modernen Kippkübelbegichtung ausgestattet.
Die markante Koksbandbrücke zwischen den beiden Öfen wurde 1958 errichtet.
Der Ofen 3 war 1959 der letzte aus dem Bestand der Vorkriegszeit und stand noch unter der alten Kübelbegichtungsanlage.
Der Hochofen 4 war 1952 erneuert worden und wurde 1965 zum größten Giessereihochofen in der BRD ausgebaut. Er wurde nach einem Ofendurchbruch am 5.3.1982 als letzer Hochofen zwischen Duisburg und Dortmund stillgelegt und im April 1983 gesprengt.
Die Gelsenkirchener Hochöfen waren 1959 die einzigen in der BRD in denen Ferro-Silizium (Legierung für den Eisenguß) hergestellt wurde.

Der “Schalker Verein” erzeugte 1959 274.644 t Giessereiroheisen, 38.601 t Ferro-Silizium und 7986 t Stahlroheisen.
Hochöfen Eisenwerke Gelsenkirchen 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,5 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,0 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 4,8 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 6,0 m.