25/38 Stahlwerke Südwestfalen.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

 
Die Stahlwerke Südwestfalen AG betrieb 1959 am Standort Siegen-Geisweid einen Hochofen zur Produktion von Stahleisen für die SM-Stahlwerke in Geisweid und Niederschelden.
Der Ofen 2 stammte aus dem Jahr 1902 der Ofen 1 war schon 1872 in Betrieb gewesen aber 1918 stillgelegt worden.
Die Tagesproduktion des Ofens lag bei 500 t. Damit war er unter Berücksichtigung seines geringen Gestelldurchmessers einer der leistungsfähigsten Hochöfen in Deutschland.
1959, 1968 und 1973 wurde der Hochofen neuzugestellt und als letzer Hochofen des Siegerlands 1979 stillgelegt.

Produktion 1959: 66706 t Stahleisen.

Hochofen Stahlwerke Südwestfalen:
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 3,5 m

24/38 Dillinger Hütte.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochöfen 1-3 nach Umbau.

Die Dillinger Hütte im Saarland betrieb 1959 vier Hochofen.
Um die Roheisenerzeugung zu erhöhen, auch im Hinblick auf die Belieferung des Warmbreitbandwerks der SOLLAC in Lothringen, wurden die Öfen 1-3 zwischen 1960 und 1965 neu errichtet und von der veralteten Beschickung durch Hängebahnen auf Bandbeschickung umgerüstet. Der Hochofen 4 wurde 1963 stillgelegt und erst 1974 durch einen Neubau ersetzt.
1968 übernahm das neue LD-Stahlwerk die Produktion daher stellte man die Verhüttung lothringischer Minette-Erze 1972 endgültig ein.

Der Hochofen 1 wurde 1974 stillgelegt und nur noch als Reserveofen genutzt.
1985 dann die Inbetriebnahme des Großhochofen 5 mit einem Gestelldurchmesser von 11 m an neuer Stelle und mit eigener Möllerung. 2003 legte man den Hochofen 3 still.
Heute produzieren in Dillingen nur noch die Öfen 4 und 5.

Hochöfen Dillinger Hütte, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,5 m
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,0 m
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 5,0 m
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 5,0 m

22/38 Phoenix-Rheinrohr AG, Werk Hüttenbetrieb.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Stadtarchiv Duisburg

Vier Hochöfen waren 1959 im heutigen Landschaftspark Nord vorhanden.
Der 1955 errichtete Hochofen 1, die beiden Öfen 3&4 die noch aus der Originalsubstanz von 1904/06 stammten, sie wurden noch über Senkrechtaufzüge und Hängebahnen begichtet, und der 1952 erbaute Hochofen 5. Der Hochofen 2 befand sich 1959 im Abbruch und ist erst 1963 wieder angeblasen worden.
Die Hochöfen 3&4 wurden Ende der 1960er Jahre stillgelegt und abgerissen und der Ofen 5 1973 unter Erhalt von Schrägaufzug und Windenhaus neu erbaut.

Hochofen 5

Anfang der 1980er Jahre wurde dann vor dem Hintergrund der weltweiten Stahlkrise die Roheisenproduktion im Werk Hüttenbetrieb (inzwischen wieder zu Thyssen gehörig) heruntergefahren und der Hochofen 1 1982 und der Ofen 2 1984 stillgelegt.
Der Hochofen 5 der nun nur noch Manganeisen erzeugte folgte 1985.
Seit 1994 gehören die drei Hochöfen zum Landschaftspark Duisburg-Nord.

Hochöfen Phoenix-Rheinrohr, Werk Hüttenbetrieb 1959.

Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,2 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 4,5 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 5,2 m.
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 5,2 m.

21/38 DHHU, Werk Dortmund

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Von den fünf Hochöfen des Werkes Dortmund (Union) der Dortmund-Hörder Hüttenunion gibt es heute nur noch wenige Zeugnisse.
Das Bild zeigt von links nach rechts die Hochöfen 1-5. nur die Öfen 1-3 besaßen Ende der 1950er Jahre schon Schrägaufzüge (Skip und Senkkübel), alle Hochöfen waren noch durch die Elektrohängebahn erreichbar; 4 & 5 hatten nur diese Möglichkeit. Auf der Südseite der Ofengruppe existierte noch eine Koksseilbahn.
Der Hochofen 3 wurde 1959 neu zugestellt und mit einer Skipbegichtung ausgerüstet.
Der gleiche Umbau erfolgte am Hochofen 5 drei Jahre später. Trotz dieser Investitionen legte die DHHU die gesamte Roheisenerzeugung am Standort Dortmund im September 1963 still und verlagerte sie nach Hörde.

Das Hüttenwerk in Dortmund erzeugte 1959 1.031.448 t Roheisen.

Hochöfen DHHU, Werk Dortmund, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 6,5 m
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 7,0 m
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 7,0 m
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 7,0 m
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 6,5 m