The Thomas Steel Works in Liege-Ougree

 Thomas Steel mill Cockerill-Ougree
With the construction of three new steelworks at the end of the 1950s, the Thomas steel making process (Basic-Bessemer) experienced its technical peak and a final blossoming.
Between May 1958 and August 1959, HADIR in Differdange, Phoenix Rheinrohr in Duisburg and Cockerill-Ougree in Liege commissioned a total of 13 converters with tapping weights between 50 and 70 tons.
All of them had been planned and built by DEMAG in Duisburg.
Plan Thomas Steel Plant Cockerill Ougree
The Thomas steel plant in Liege-Ougree, with its futuristic façade at that time,
will remain the last new construction of its kind in the western world.
Five 56 t Thomas converters and two 1500 t hot metal mixers were put into operation on 4 August 1959 and were supplemented by a 60 t LD-AC converter in 1962.
In December 1975 the Thomas steel works in Liege were shut down.
5 years later the use of the basic bessemer process in the western hemisphere was finally terminated.
Acierie Cockerill Ougree

 

 

VDM Metals, Unna

VDM Metals Stahlwerk
One of the lesser-known steel plants is VDM Metal’s melt shop in Unna, Germany.
It was built as a greenfield project in 1972. All smelting activities of Vereinigte Deutsche Metallwerke AG were concentrated there from then on.
In 1989, the Krupp Stahl AG took over VDM. The company became part of ThyssenKrupp in 1999.
Since 2015 VDM is owned by private equity firm Lindsay Goldberg from New York.
VDM Metals Unna  operates a 30t, 15 MVA electric arc furnace, three 16t induction furnaces, a vacuum induction furnace and 3 electroslag remelting ovens.
VDM-Metals specialized in Nickel alloys and special alloyed steels.
Further images.
VDM Metals, Stahlwerk Unna

OBM-steel plant Marcinelle, Belgium, Feb.13th. 2019.


In 1973, after good results with the conversion of the old Thomas (basic Bessemer) plant at Monceau, Forges de Thy-Marcinelle et Monceau ordered a new OBM-steel making shop (Oxygen-Bodenblasen-Maxhütte) from a consortium  VÖEST-Alpine–GHH-Sterkrade.The 17500 m² melt shop went into production in April,1976 and included a 2000 t hot metal mixer and three 150 t OBM-converters with 18 tuyeries each.

It was closed down in 2008 and will soon be gone.

llanwern Blast Furnace No.3

llanwern steel works
One of the most short-lived fully integrated plants in the history of steel making was torn down 15 years ago.
Built by the Welsh steel maker Richard Thomas and Baldwins Ltd in 1962 the site became part of nationalised British Steel Corporation in 1967 and was called Llanwern works from then on.
In 1974 No. 3 blast furnace was the third to be built on the site and with it’s 11,2 m hearth and two tapping holes it was the first modern large volume furnace in Britain.
Furnaces No. 1 and No. 2 had a hearth diameter of 9,1 m.
Because of the lack of a deep-water iron ore unloading terminal the iron and steel making facilities, including  the three 175 t converters of the BOF shop, where closed down in 2001 after producing steel for less than 39 years.

Karte: Klöckner-Werke AG, Hütte Haspe, circa 1965.

 

Karte, Klöckner Hasper Hütte, 1965
Das ehem. Klöckner Hüttenwerk in Hagen-Haspe ist heute fast vollständig verschwunden.
Um die Anlagen im heutigen Kontext auf aktuellen Karten und Luftbildern wieder sichtbar zu machen habe ich im Rahmen meines Projekts “Mapping The European Iron And Steel Industry” begonnen eine detaillierte Karte der Hütte, Stand 1965, zu erstellen.
Die Roheisenerzeugung der Hasper Hütte wurde zwischen 1906 und 1914 in Betrieb genommen. Damit war sie, abgesehen von den Hochöfen der Firma Mannesmann in Huckingen, das jüngste Hochofenwerk im Ruhrgebiet.
Der Hochofen 2 wurde 1953 im alten Traggerüst erneuert und der Ofen 1 1959 komplett neuerbaut. Ansonsten präsentierte sich die Anlage 1965 noch weitgehend in ihrer ursprünglichen Form. Der Ofen 4 wurde im gleichen Jahr stillgelegt und dann abgerissen.
Die restlichen Hochöfen produzierten bis zur endgültigen Stilllegung der Flüssigphase in Haspe im Sommer 1972 weiter. Abriss ab 1974.
Die Fundamente der Öfen und der Möllerung befinden sich überwiegend noch heute im Boden unter der Sport-Freizeitanlage Hagen-Haspe.
Das Thomas-Stahlwerk der Hasper Hütte stammte aus dem Jahr 1927. 1955 waren die Konverter von 24 auf 26 t Abstichgewicht vergrößert worden. Stilllegung 29.7.1972.
Das Siemens-Martin Stahlwerk war 1914 in mit drei Öfen in Betrieb genommen worden. 1918 und 1940 wurden zwei weitere Öfen eingebaut.
Diese fünf Öfen mit Generatorgasbeheizung und einem Abstichgewicht von 50-60t wurden 1960/61 durch drei 85 t Aggregate mit Ölbeheizung ersetzt. Dabei wurde aus dem alten Ofen V der neue Ofen I. Die Ölbrenner liefen mit 2000° C etwa 200° C heißer als die der alten Öfen und verbrauchten rund 3000 t schweres Heizöl im Monat.
Mit der Stilllegung des Blechwalzwerks 1967 war die aufwändige Erzeugung hochwertiger SM-Stähle in Haspe weitgehend überflüssig geworden. Am 4.12.1967 endete die Produktion.
In Ermangelung einer Strangussanlage mußten bei der Hasper Hütte alle aus den Stahlwerken kommenden Blöcke über eine der beiden Vorblockstrassen laufen.
Die Vorblockstrasse 1 befand sich an der Voerderstrasse und wurde aus mit Gichtgas beheizten Stossöfen beschickt. Sie wurde 1967 stillgelegt.
Die Vorblockstrasse 2 lag parallel zur Haenelstrasse. Sie wurde 1962 durch Neubau eines 800er Triogerüsts ertüchtigt um die beiden neuen Feineisen- und Drahtstrassen in Kückelhausen mit Vormaterial zu versorgen. Stilllegung 1972.
Darüber hinaus waren in Haspe bis 1967 noch zwei offene Stabstrassen mit gemeinsamer Konti-Vorstrasse und eine Konti-Knüppelstrasse in Betrieb.
1913 nahm die Hasper Hütte etwa 1,2 km östlich des Stammwerks in Kückelhausen eine Grob- und eine Mittelblechstrasse in Betrieb. 1928 kam ein Feinblechwalzwerk hinzu.
1955 wurde unmittelbar östlich an die Blechwalzwerke angrenzend eine 23-gerüstige kontinuierliche Feineisenstrasse in Betrieb genommen und 1956 durch eine nachgeschaltete 16-gerüstige Drahtstrasse erweitert.
1961 wurden die in Konkurrenz zu modernen Warmbreitbandstrassen nicht mehr wettbewerbsfähigen Mittel- und Feinblechstrassen stillgelegt. In die freigewordenen Hallen wurde 1961/62 eine 24-gerüstige moderne kontinuierliche Drahtstrasse eingebaut.
1967 Schließung des Grobblechwalzwerks.
Ab 1972, nach der Schließung der Metallurgie in Haspe, bezogen die Walzwerke in Kückelhausen  ihr Vormaterial von anderen Herstellern, z.T. auch aus dem Ausland.
Diese ungünstige Vormaterialversorgung führte im April 1979 zur Stilllegung der Feineisen- und Drahtstrasse und am 22.12.1982 nach Schließung der kont. Drahtstrasse zur endgültigen   Aufgabe der Produktion in Hagen-Haspe.
Neben den Normalspurgleisen betrieb die Werksbahn der Hasper Hütte bis 1972 auch ein 900 mm Schmalspurnetz. Über dieses wurde bis 1965 auch Schlacke zur 4 km entfernten Halde in Volmarstein transportiert.
In Kückelhausen waren auch zwei Hakenbahnen zum Transport von Drahtbunden zur Adjustage und in die Verladung in Betrieb.
Die Gasversorgung des Thomasstahlwerks (Pfannenfeuer) und der Walzwerke in Haspe erfolgte vom 10000 m³ Gichtgasbehälter hinter den Hochöfen aus. 1937 wurde eine 1100 mm Gichtgasleitung in den Werksteil Kückelhausen zur Versorgung der dortigen Walzwerke gebaut.

Dank an das Stadtarchiv in Hagen und das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund für die Unterstützung bei der Erstellung dieser Karte.