18/38 Rheinstahl Eisenwerke Mülheim/Meiderich AG

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochofen 1

Hochofen 1

Die zu den Rheinischen Stahlwerken in Essen gehörende Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim verfügte 1959 über 3 Hochöfen und erzeugte Roheisen u.a. für die Eisengiessereien in Mülheim und Duisburg-Meiderich. Hochofen 1 war 1955 von der DEMAG gebaut worden und einer der modernsten Deutschlands. Der baugleiche Ofen 2 sollte eigentlich schon 1958 in Betrieb genommen werden, wg. der schlechten Absatzlage für Roheisen geschah das aber erst 1960. Der alte Hochofen 3 befand sich 1959 bereits im Abbruch während der Ofen 4 als einer der letzten im Ruhrgebiet mit manueller Begichtung vermutlich noch in Reserve gehalten wurde.
Die Erzeugung der Eisenwerke lag 1959 mit nur 186.924 t (überwiegend Hämatitroheisen) weit unter dem Durchschnitt.
Am 11.5.1964 wurde die Roheisenproduktion in Mülheim eingestellt und zum Schwesterwerk in Gelsenkirchen verlagert.

Friedrich Wilhelmshuette Kokerei

Hochöfen Eisenwerke Mülheim/Meiderich, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,5 m
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,5 m (Anblasfertig)
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 4,5 m