9/38. Niederrheinische Hütte AG.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochofen 1

Die Roheisenerzeugung der Niederrheinische Hütte AG wurde zwischen 1955 und 1959 durch den Neubau  der Hochöfen 1 und 3 modernisiert. Der noch von 1937 stammende Ofen 2 konnte im April 1959 stillgelegt werden.
Der Hochofen 3 war mit einem Gestelldurchmesser von 5,5 m, einem Volumen von 725 m³ und einer Profilhöhe (Gestellboden-Gasfang) von 22,25 m der größte Hochofen der NH.
Der Hochofen 1 der NH wurde im August 1965 heruntergefahren und der Ofen 3 als letzter am 23.9.1966 stillgelegt.

Die Niederrheinische Hütte AG  erzeugte 1959 305.365 t Stahleisen.
Hochöfen Niederrheinische Hütte AG 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,0 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,0 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 5,5 m.

Stadtarchiv Duisburg

Teeming ingots


BGH (Boschgotthardshütte) Freital is a speciality steel mill just outside of Dresden, Germany.
It was founded in 1855 under the name Sächsische Gußstahlfabrik benefited by the local iron ore and coal deposits.
After the second world war it was completly dismantled by the Soviets and rebuilt afterwards now called VEB Edelstahlwerk 8. Mai 1945 (date of the German capitulation).
The mill employed more than 5000 people and used to bet he largest speciality steel producer in the former DDR.
After the German reunification in 1990 the work force succesfully fought for the survival of their steel mill and Freital was privatized by the West German entrepreneur Rüdiger Winterhager from Siegen.

Today BGH Freital produces speciality steel in a 42 ton electric arc furnace and a downstream ladle furnace plus a VOD facility for further steel refining.Casting is done in a continuous horizontal caster or by teeming ingots.
The rolling department includes a blooming mill and a bar and wire rolling mill.
The forging division contains a continuous forging machine and a hammer mill.
BGH Freital employes more than 600 people.

The largest Thomas converters worldwide


were shut down 50 years ago on 31 July 1969 at the Duisburg-Ruhrort plant of August Thyssen Hütte AG.
The three 75 t converters had been installed by DEMAG in 1959.
The converters 4 and 5 were already installed as LD converters in 1962/1966.
140 years ago the first German Thomas steel ever was produced by Rheinische Stahlwerke AG on the same site.

8/38. Hüttenwerke Siegerland. Werk Niederschelden.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Die Hüttenwerke Siegerland AG betrieb 1959 in ihrem Werk Niederschelden zwei Hochöfen. Beide hatten die für das Siegerland typischen geringen Arbeitsvolumen (310 m³). Erzeugt wurde Stahleisen für das Siemens-Martin Stahlwerk in Niederschelden.
1962/63 wurde der Hochofen 1 neu zugestellt und seine Leistung von 6600 auf 9600 Monatstonnen erhöht, der Ofen 2 konnte damit stillgelegt werden.
Im Dezember 1966 stellte die “Charlottenhütte” ihre Roheisenerzeugung dann endgültig ein.
1968 übernahmen die Stahlwerke Südwestfalen (ab 1977 Fried. Krupp Hüttenwerke AG) den Standort.
Im März 1981 wurden auch die Siemens-Martin-Öfen in Niederschelden stillgelegt.

Das Werk Niederschelden erzeugte 1959 112.608 t Stahleisen.
Hochöfen Werk Niederschelden 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 3,2 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 3,2 m.

7/38. Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochöfen 5-1

Beim Bochumer Verein waren 1959 vier Hochöfen in Betrieb der fünfte (HO 1) wurde im Januar 1960 nach Neuzustellung wieder angeblasen.
Dieser hatte von 1929 bis 1957 ununterbrochen Roheisen produziert, 3,9 Mio.t, laut BV damals Weltrekord.
Die Öfen wurden über Schrägaufzüge mit Möller und durch eine Hängebahn mit Koks begichtet.
Nach der Übernahme des BV durch die Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG in 1965 wurde die Roheisenerzeugung in Bochum Ende 1967 zurückgefahren und am 4. Juni 1968 der letzte Bochumer Hochofen stillgelegt.
Anschließend wurden die Bochumer Stahlwerke mit Roheisen aus den Rheinhausener Hochöfen versorgt. 10 Torpedopfannen brachten fortan 45.000 t Flüssigeisen im Monat nach Höntrop.

Der Bochumer Verein erzeugte 1959 685.500 t Stahleisen.
Hochöfen Bochumer Verein 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 7,5 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,5 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 7,0 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 6,2 m.
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 6,2 m.

RAG-Kokerei Hassel

Batterien 1&2


Vor 20 Jahren, am 29.9.1999, wurde die RAG-Kokerei in Gelsenkirchen-Hassel stillgelegt.
Die Anlage war der erste Kokereineubau nach dem Krieg in der BRD. 1953 wurden zwei Batterien mit jeweils 55 Koksöfen in Betrieb genommen. Bis 1957 wurden weitere fünf Batterien zu je 30 Öfen gebaut.
Die Anlage hatte damit eine Kapazität von 4500 t Koks (6000 t Kohle) täglich.
Mitte der 1980er Jahre wurde wg. der schwachen Stahlkonjunktur die Batterie 4 mit 30 Öfen stillgesetzt. 1989 stellte man drei Batterien auf die Produktion von Gießereikoks um.
Die Batterien 3,5,6 und 7 wurden dann im Oktober 1993 heruntergefahren.
Seit dem produzierten nur noch die Batterien 1 und 2 mit 110 Öfen Gießereikoks und Ruhrkoks für den Wärmemarkt.
Mit der Schließung der Kokerei Hassel wurde die Produktion von Gießereikoks in Deutschland eingestellt.

Batterien 3-7

6/38. Neunkircher Eisenwerk.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Beim Neunkircher Eisenwerk im Saarland waren 1959 noch sechs Hochöfen vorhanden, alle wurden, wie in Völklingen, über eine Hängebahn beschickt.
Mitte der 1970er Jahre waren nur noch drei Öfen in Betrieb (2,4,und 6). Die Hochöfen 2 und 4 waren Ende der 1960er Jahre auf 7,0 bzw. 6,5 m Gestelldurchmesser erweitert worden.
Die Roheisenerzeugung wurde in Neunkirchen im Juli 1982 eingestellt.

Die Neunkircher Eisenhütte erzeugte 1955 703453 t Roheisen.
Hochöfen Neunkircher Eisenwerk 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,3 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,8 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 5,8 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 5,6 m.
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 5,8 m.
Hochofen 6: Gestelldurchmesser 5,8 m.