16/38 Metallhüttenwerke Lübeck AG

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochöfen 1-3

Die Hütte in Lübeck-Herrenwyk verarbeitete seit 1907 Eisenerze und Schwefelkiesabbrände zu Kupfer und Roheisen.
1959 waren zwei Hochöfen in Betrieb. Der Hochofen 2 wurde in diesem Jahr neu zugestellt und im April 1960 mit einem Gestelldurchmesser von 5,00 m wieder angeblasen. Der Hochofen 3 war schon 1952 auf 4,5 m erweitert worden.
Der kleinste Hochofen, der Ofen 1 wurde Mitte der 1960er Jahre erneuert.
1971 erfolgte dann die Einstellung der Kupferproduktion in Lübeck. Vier Jahre später wurde die seit 1937 zum Flick-Konzern gehörende Hütte an US-Steel aus Pittsburgh verkauft. 1981 wurden die Hochöfen stillgelegt und die Hütte ging ohne Sozialplan in Konkurs. Die Kokerei in Herrenwyk lief dann noch bis 1990 weiter.
Das Hüttenwerk in Lübeck erzeugte 1959 210.784 t Hämatit- und Spezialroheisen für Gießereien.
Mit Inbetriebnahme des 3 Hochofens in 1960 lag die Kapazität wieder bei 300.000 t/J.
Hochöfen Metallhüttenwerke Lübeck, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 4,0 m
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,0 m (im Bau)
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 4,5 m

1/72 Alan Wood Steel Co.

In 1965 there were 237 blast furnaces at 72 locations in the U.S. . This series will briefly introduce all of them.

BF 3. American Iron and Steel Institute

Alan Wood Co. in Conshohocken, Pa. was founded in 1929 and was one of the smaller producers.
The company operated two blast furnaces and a coking plant (151 ovens) on the opposite side of the Schuylkill River in Swedeland. “Swede Furnaces” No. 2 & 3 produced pig iron for the upstream open hearth steelworks at Ivy Rock.
The main products were sheet and strip steel. Annual hot rolled capacity was about 1.25 mio. tonnes.
In August 1977 the plant was one of the first in the USA to fall victim to the steel crisis and was closed.
In 1968 a BOF shop had been built, probably one of the most short-lived in the USA.
Alan Wood blast furnaces, Swedeland, 1965.
Blast furnace 2: Hearth diameter 18’0” (5,48 m)
Blast furnace 3: Hearth diameter 18’0” (5,48 m)

In Google Maps.

15/38 Klöcknerwerke, Hütte Bremen

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochofen 4


Die Klöckner Hüttenwerke betrieben ab April 1959 einen Hochofen in ihrem neuen Hüttenwerk in Bremen. Da ursprünglich bis zu acht Öfen in Reihe geplant waren fing man in der Mitte gleich mit dem Hochofen 4 an.
1966 und 1973 kamen noch die deutlich größeren Hochöfen 2 und 3 hinzu. Der Hochofen 4 wurde 1971 auf 8 Meter Gestelldurchmesser erweitert und im März 1979 stillgelegt und abgerissen.
Der Hochofen 4 erzeugte circa 24.000 t Roheisen im Monat.
Hochöfen Klöckner, Bremen, 1959.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 6,5 m

Bethlehem Steel, Lackawanna


Image shows the Bethlehem Steel Mill in Lackawanna, NY south of Buffalo at the Lake Erie shoreline probably in the late 1960ies.
Foreground shows the 535 coke ovens along the dock, behind are the seven blast furnaces and (right hand side) the open hearth melt shop (35 furnaces).
The background is also attractive:
Right from the centre we can see National Steel’s Hanna Furnaces and far away in the middle Republic Steel’s Buffalo works.

Lackawanna was closed down in 1983.

14/38. Birlenbacher Hütte, Schleifenbaum

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Die 1453 gegründete Birlenbacher Hütte in Geisweid, heute Siegen, stellte 1959 in zwei kleinen Hochöfen kalterblasenes Spezialroheisen her. Dabei wurde der Hochofenwind auf nur circa 300-400° vorerhitzt. In einem nachgeschalteten E-Ofen konnte das Roheisen dann im Duplexbetrieb weiter veredelt werden. Das Eisen ging dann in der Regel an Gießereien.
1971 wurde die Hütte als einer der letzten Kleinbetriebe seiner Art in Deutschland stillgelegt.
Die Birlenbacher Hütte erzeugte 1959 33.741 t Roheisen.
Hochöfen Birlenbacher Hütte, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 1,92 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 1,92 m.

11/38. Ilseder Hütte AG.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Die Ilseder Hütte verfügte 1959 im Hüttenwerk Ilsede-Peine über 6 Hochöfen von denen in der Regel 5 in Betrieb waren.
Es wurde ausschließlich Thomas-Roheisen für das Stahlwerk in Peine aus minderwertigen Erzen des Salzgittergebiets erzeugt.
1970 fusionierte die Ilseder Hütte mit der Salzgitter Hüttenwerk AG zur Stahlwerke Peine-Salzgitter AG.
Die beiden letzten Hochöfen (4&5) der Hütte wurden im November 1982 und im April 1983 stillgelegt.

Die Ilseder Hütte erzeugte 1959 681.235 t Thomas-Roheisen.
Hochöfen Ilseder Hütte AG, 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 6,0 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,3 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 5,1 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 5,1 m.
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 5,3 m.
Hochofen 6: Gestelldurchmesser 6,0 m.

Hochofen 4

10/38. Ruhrstahl AG, Henrichshütte.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochofen 3


Bei der Ruhrstahl AG (Tochter der Rheinischen Stahlwerke, Essen) in Hattingen waren 1959 drei Hochöfen in Betrieb.
Allerdings nicht zeitgleich. Im April 1959 wurde der aus dem Jahr 1906 stammende Hochofen 1 stillgesetzt und abgerissen. Im Oktober war dann der neue Hochofen 2 einsatzbereit und produzierte zusammen mit dem Hochofen 3 (Bj. 1939) bis zur Stilllegung der Roheisenerzeugung in Hattingen in 1987.
In den 1970er Jahren wurden die Gestelldurchmesser beider Öfen von 6,0 m auf 7,5 m erweitert. Der Hochofen 3 steht als ältester erhaltener Hochofen des Ruhrgebiets heute unter Denkmalschutz.
Der Hochofen 2 wurde 1990 demontiert und bei der Hunan Valin Xiangtan Iron and Steel Co in Südchina wieder in Betrieb genommen.

Die Henrichshütte erzeugte 1959 261.170 t Stahleisen.
Hochöfen Ruhrstahl AG, Henrichshütte 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,15 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 6,0 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 6,0 m.

9/38. Niederrheinische Hütte AG.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochofen 1

Die Roheisenerzeugung der Niederrheinische Hütte AG wurde zwischen 1955 und 1959 durch den Neubau  der Hochöfen 1 und 3 modernisiert. Der noch von 1937 stammende Ofen 2 konnte im April 1959 stillgelegt werden.
Der Hochofen 3 war mit einem Gestelldurchmesser von 5,5 m, einem Volumen von 725 m³ und einer Profilhöhe (Gestellboden-Gasfang) von 22,75 m der größte Hochofen der NH.
Der Hochofen 1 der NH wurde im August 1965 heruntergefahren und der Ofen 3 als letzter am 23.9.1966 stillgelegt.

Die Niederrheinische Hütte AG  erzeugte 1959 305.365 t Stahleisen.
Hochöfen Niederrheinische Hütte AG 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 5,0 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,0 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 5,5 m.

Stadtarchiv Duisburg

8/38. Hüttenwerke Siegerland. Werk Niederschelden.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Die Hüttenwerke Siegerland AG betrieb 1959 in ihrem Werk Niederschelden zwei Hochöfen. Beide hatten die für das Siegerland typischen geringen Arbeitsvolumen (310 m³). Erzeugt wurde Stahleisen für das Siemens-Martin Stahlwerk in Niederschelden.
1962/63 wurde der Hochofen 1 neu zugestellt und seine Leistung von 6600 auf 9600 Monatstonnen erhöht, der Ofen 2 konnte damit stillgelegt werden.
Im Dezember 1966 stellte die “Charlottenhütte” ihre Roheisenerzeugung dann endgültig ein.
1968 übernahmen die Stahlwerke Südwestfalen (ab 1977 Fried. Krupp Hüttenwerke AG) den Standort.
Im März 1981 wurden auch die Siemens-Martin-Öfen in Niederschelden stillgelegt.

Das Werk Niederschelden erzeugte 1959 112.608 t Stahleisen.
Hochöfen Werk Niederschelden 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 3,2 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 3,2 m.

7/38. Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation.

1959 gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch 156 Hochöfen an 38 Standorten. Alle Standorte und alle Hochöfen sollen in dieser Serie im Kurzportrait vorgestellt werden.

Hochöfen 5-1

Beim Bochumer Verein waren 1959 vier Hochöfen in Betrieb der fünfte (HO 1) wurde im Januar 1960 nach Neuzustellung wieder angeblasen.
Dieser hatte von 1929 bis 1957 ununterbrochen Roheisen produziert, 3,9 Mio.t, laut BV damals Weltrekord.
Die Öfen wurden über Schrägaufzüge mit Möller und durch eine Hängebahn mit Koks begichtet.
Nach der Übernahme des BV durch die Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG in 1965 wurde die Roheisenerzeugung in Bochum Ende 1967 zurückgefahren und am 4. Juni 1968 der letzte Bochumer Hochofen stillgelegt.
Anschließend wurden die Bochumer Stahlwerke mit Roheisen aus den Rheinhausener Hochöfen versorgt. 10 Torpedopfannen brachten fortan 45.000 t Flüssigeisen im Monat nach Höntrop.

Der Bochumer Verein erzeugte 1959 685.500 t Stahleisen.
Hochöfen Bochumer Verein 1959.
Hochofen 1: Gestelldurchmesser 7,5 m.
Hochofen 2: Gestelldurchmesser 5,5 m.
Hochofen 3: Gestelldurchmesser 7,0 m.
Hochofen 4: Gestelldurchmesser 6,2 m.
Hochofen 5: Gestelldurchmesser 6,2 m.