Gichtgasturbine

Obwohl das Klöckner Hüttenwerk in Hagen-Haspe mit einer Roheisenerzeugung von 0,7 Mio. t. im Jahr eines der kleineren war (DHHU: 1,8 Mio. t) wurde 1957/58 dort die größte Gichtgasturbine in Deutschland installiert.
Die 800 t schwere 14-MW-Turbine wurde von der schweizerischen BBC geliefert und im März 1958 in Betrieb genommen.
Der Vorteil gegenüber Dampfturbinen lag in der direkten Nutzung des Hochofengases ohne den Umweg der Dampferzeugung im Kesselhaus. Die in den 1950er-Jahren ebenfalls noch gebräuchlichen Gichtgas-Kolbenmaschinen waren deutlich leistungsschwächer und wartungsintensiver als Gasturbinen.
Die Turbine konnte als Generator oder als Hochofengebläse genutzt werden oder auch kombiniert.
Im Bild links hinten die Gasturbine, davor der Generator und ganz vorne das Hochofengebläse.
Rechts im Hintergrund die Luftvorwärmer und die Brennkammer.
Gichtgasturbine Klöckner Hüttenwerk Haspe

Die Halle der kontinuierlichen Halbzeugstrasse

Halbzeugstrasse Hoesch
ist das letzte große Relikt der Warmphase der Westfalenhütte in Dortmund. Sie wurde im März 1955 in Betrieb genommen.
Die von der DEMAG in Duisburg montierte Anlage walzte in einer Hitze von der Blockstrasse kommendes Material zu Halbzeug für die Fertig- und Feinstrassen aus.
12 Gerüste waren in zwei Staffeln (A & B) angeordnet.Halbzeugstrasse Hoesch
Zusammen mit der nördlich benachbarten Blockstrasse wurde das Walzwerk 1983 stillgelegt. Der Abriss ist geplant.